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Hans
Lorenzen
Geboren
1862 in Stubbæk kam 1884 nach Ballum als Zweitlehrer
der Schule Bådsbøl. Von 1890 - 1909
war er als Oberlehrer an derselben Schule tätig.
Danach wurde er vom preussischen Staat wegwn seiner
dänischen Gesinnung entlassen. Von 1909 bis
zu seinem tod 1956 war Hans Lorenzen als Landwirt
tätig. Er war mitglied des Kreistages und des
Gemeinderates. Er war Mitgründer des "Ballumhus",
Stifter und Vorsteher der "Ballum Sparekasse",
zweiter Vorsitzender des "Nordsleswiger Antialkoholverbandes"
u.v.a. (Ritter 1. Klasse)
Hansigne
Lorenzen
Geboren 1870 als Tochter des Oberlehrers Jens A.
Jenssen, Bådsbøl Schule, heiratete
Hans Lorenzen 1890. Aus deren Ehe gingen 5 Kinder
hervor.
1905 debüttierte sie als Schriftstellerin mit
dem Buch "Der kæmper et folk" (Ein
Folk kämpft) geschrieben unter dem Pseudonym:
Sven Tange. Es folgten eine Reihe Roman - und Gedichtsamlungen,
die alle dazu beitrugen, die Dänische Sprache
und Kultur südlich der Königsau während
der letzten schweren Zeit der Fremdherrschaft, zu
fördern. Ihr letztes Buch "Di gammel Søkaptejner"
(Die alten Seekapitäne) volkst¨mliche Schilderungen
in gereimter westschleswiger Mundart, erschien 1945.
Hanssigne Lorenzen arbeitete f¨r die Rettung
von Spitzen und Musterbriefe, damit diese nicht
vor 1920 nach Berlin geschicht wurden. Und sie bemühte,
von dänischen Frauenverbünden unterstützt,
die Tondener-Spitze wieder ins Leben
zu rufen. Durch ein Monopol "Das Tonderner
Spitzendepot" unter Schirmherrschaft der Königen
Alexandrine, versuchte sie, mit Hilfe der einheimischen
Klöpperinnen, das alte Kunsthandwerk, neu aufzusneuen.
Für diese Tätigkeiten bekam sie "Die
Belohnungsmedaille in Gold mit Krone". Sie
starb 1952.
Lorenzens
Hof
Wurde
1870 von Hans Nicolajsen in utraditionellem Stil
erbaut. Der Hof wurde 1920 von Hans und Hansigne
Lorezen erxorben. Das zweistöckige Wohnhaus
hat im Erdgeschoss 6 aneinandergereihte Räume
nach Süden gerichtet. Der für jeden westschleswigschem
Hof tüpischet Raum "Æ Pissel"
ist mit nordschleswigschen Truhen, Schränken
u.a.m. aus dem 17. Jahrhundert möbiliert. Zur
Ausstatung gehören Steingut aus Holland und
Fayence aus England. Die rote Stube enthält
Porträts vin Hans und Hansignme Lorenzen. Das
Zimmer ist im Stil des Königs Chr. VIII eingerichtet.
Die gelbe Stube. Das Gartenzimmer, verbindet das
Haus mit dem grossen Garten. Die Gemälde stammen
aus der Umgebung (z.b. Carl Tønder). Die
"Dannebrog-Stube", das Wohnzimmer, zeigt
Königsbilder und Erinnerungen aus der Zeit
vor 1920. Die blaue Stube dient als Esszimmer. Im
ersten Stock befinden sich die Klöppelstube
und die Volksstube. Doe Klæöppelstube
diente als Unterichtraum für Schüler der
Klöppelkurse, geleitet von Cathrine Lorenzen.
Heute ist sie Spitzenausstellung - und Unterrichtsraum
zugleich. Die Volksstube stellt ein Millieu von
Rømø da. U.a. sind Schrankbetten,
eine Klappbank und Ofen zu sehen.
Cathine
Lorenzen
Geboren
1903, erwarb sich durch die Arbeit der Mutter mit
dem Klöppelhandwerk und eigene Studien in ganz
Europa eine grosse Einsicht in die Herstellung von
Spitzen und deren Gesichte. 1926 bereitete Cathrine
Lorenzen sich auf den Unterricht vor. 1927 hatte
sie ihre ersten Schüllerinnen. Es fanden u.a.
die ersten 3-monatigen Klöppelkurse im Kunstindustrieuseum
in Kopenhagen statt. 1929 wurde "Tønder
Knipleskole" (Klöppelschüle) in Tondern,
Østergade 15, gegründet. Es folgten
in den Jahren danach viele Kurse in Tondern und
die weitere Umgebung. 1940 zog "Tønder
Knipleskole" in neuer Umgebung in "Richtsens
Hus", Vestergade in Tondren ein. Nach dem Krieg
in 1945 wurde die Klöppelschüle dann in
Ballum, Lorenzens Hof, neu eingerichtet. 1956 übernahm
Cathrine Lorenzen den Besitz. Als sie 1971 starb,
wurde der Hof ihren Geschwistern und einem Legat
testamentiert. Seit 1971 hat die Familie die Klöppelschule
und das Haus jedes Jahr im Juli für die Öffentlichkeit
geöffnet.
Die
Gesichte der Tondernerspitze
Lässt
sich mit wenigen Worten nicht beschreiben. Vom 16.
Jahrhundert bis in dags 20. Jahrhundert hinein wurde
in unserer Heimat auf Tondernert Art geklöppelt.
Cathrine Lorenzen hat eine grosse Sammlung dieser
Spitzen dem Lorenzens Hof hinterlassen. Es werden
nicht nur Musterproben und Stücke sondern auch
Kragen, Hauben, Brautschleider und Tisch - und Bettwäsche
ausgestellt. Besonders aber, werden die Geräte
dem Klöppelkenner faszinieren: Klöppelkissen
mit alten Klöppeln, echtes, belgisches Flachsgarn,
breite Musterbriefe aus Pergament u.s.w. Ein schönes
Stück jener Spitze, die Nordschleswigsche Frauen
der Königen Alexandrine im Wieder -
Vereinigungsjahr schenkten, ist auch ausgestellt.
Diese Spitze zierte später das Brautkleid der
Königen Margrethe.
Gaaseurten.
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