Lorenzens Gård:
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Adresse:
Nørrevej 29
Bådsbøl-Ballum
6261 Bredebro
 
Åbningstider:
Juli måned
14.00-18.00
og efter aftale.





Hans Lorenzen

Geboren 1862 in Stubbæk kam 1884 nach Ballum als Zweitlehrer der Schule Bådsbøl. Von 1890 - 1909 war er als Oberlehrer an derselben Schule tätig. Danach wurde er vom preussischen Staat wegwn seiner dänischen Gesinnung entlassen. Von 1909 bis zu seinem tod 1956 war Hans Lorenzen als Landwirt tätig. Er war mitglied des Kreistages und des Gemeinderates. Er war Mitgründer des "Ballumhus", Stifter und Vorsteher der "Ballum Sparekasse", zweiter Vorsitzender des "Nordsleswiger Antialkoholverbandes" u.v.a. (Ritter 1. Klasse)

Hansigne Lorenzen

Geboren 1870 als Tochter des Oberlehrers Jens A. Jenssen, Bådsbøl Schule, heiratete Hans Lorenzen 1890. Aus deren Ehe gingen 5 Kinder hervor.
1905 debüttierte sie als Schriftstellerin mit dem Buch "Der kæmper et folk" (Ein Folk kämpft) geschrieben unter dem Pseudonym: Sven Tange. Es folgten eine Reihe Roman - und Gedichtsamlungen, die alle dazu beitrugen, die Dänische Sprache und Kultur südlich der Königsau während der letzten schweren Zeit der Fremdherrschaft, zu fördern. Ihr letztes Buch "Di gammel Søkaptejner" (Die alten Seekapitäne) volkst¨mliche Schilderungen in gereimter westschleswiger Mundart, erschien 1945. Hanssigne Lorenzen arbeitete f¨r die Rettung von Spitzen und Musterbriefe, damit diese nicht vor 1920 nach Berlin geschicht wurden. Und sie bemühte, von dänischen Frauenverbünden unterstützt, die Tondener-Spitze wieder ins Leben
zu rufen. Durch ein Monopol "Das Tonderner Spitzendepot" unter Schirmherrschaft der Königen Alexandrine, versuchte sie, mit Hilfe der einheimischen Klöpperinnen, das alte Kunsthandwerk, neu aufzusneuen. Für diese Tätigkeiten bekam sie "Die Belohnungsmedaille in Gold mit Krone". Sie starb 1952.

Lorenzens Hof

Wurde 1870 von Hans Nicolajsen in utraditionellem Stil erbaut. Der Hof wurde 1920 von Hans und Hansigne Lorezen erxorben. Das zweistöckige Wohnhaus hat im Erdgeschoss 6 aneinandergereihte Räume nach Süden gerichtet. Der für jeden westschleswigschem Hof tüpischet Raum "Æ Pissel" ist mit nordschleswigschen Truhen, Schränken u.a.m. aus dem 17. Jahrhundert möbiliert. Zur Ausstatung gehören Steingut aus Holland und Fayence aus England. Die rote Stube enthält Porträts vin Hans und Hansignme Lorenzen. Das Zimmer ist im Stil des Königs Chr. VIII eingerichtet. Die gelbe Stube. Das Gartenzimmer, verbindet das Haus mit dem grossen Garten. Die Gemälde stammen aus der Umgebung (z.b. Carl Tønder). Die "Dannebrog-Stube", das Wohnzimmer, zeigt Königsbilder und Erinnerungen aus der Zeit vor 1920. Die blaue Stube dient als Esszimmer. Im ersten Stock befinden sich die Klöppelstube und die Volksstube. Doe Klæöppelstube diente als Unterichtraum für Schüler der Klöppelkurse, geleitet von Cathrine Lorenzen. Heute ist sie Spitzenausstellung - und Unterrichtsraum zugleich. Die Volksstube stellt ein Millieu von Rømø da. U.a. sind Schrankbetten, eine Klappbank und Ofen zu sehen.

Cathine Lorenzen

Geboren 1903, erwarb sich durch die Arbeit der Mutter mit dem Klöppelhandwerk und eigene Studien in ganz Europa eine grosse Einsicht in die Herstellung von Spitzen und deren Gesichte. 1926 bereitete Cathrine Lorenzen sich auf den Unterricht vor. 1927 hatte sie ihre ersten Schüllerinnen. Es fanden u.a. die ersten 3-monatigen Klöppelkurse im Kunstindustrieuseum in Kopenhagen statt. 1929 wurde "Tønder Knipleskole" (Klöppelschüle) in Tondern, Østergade 15, gegründet. Es folgten in den Jahren danach viele Kurse in Tondern und die weitere Umgebung. 1940 zog "Tønder Knipleskole" in neuer Umgebung in "Richtsens Hus", Vestergade in Tondren ein. Nach dem Krieg in 1945 wurde die Klöppelschüle dann in Ballum, Lorenzens Hof, neu eingerichtet. 1956 übernahm Cathrine Lorenzen den Besitz. Als sie 1971 starb, wurde der Hof ihren Geschwistern und einem Legat testamentiert. Seit 1971 hat die Familie die Klöppelschule und das Haus jedes Jahr im Juli für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die Gesichte der Tondernerspitze

Lässt sich mit wenigen Worten nicht beschreiben. Vom 16. Jahrhundert bis in dags 20. Jahrhundert hinein wurde in unserer Heimat auf Tondernert Art geklöppelt. Cathrine Lorenzen hat eine grosse Sammlung dieser Spitzen dem Lorenzens Hof hinterlassen. Es werden nicht nur Musterproben und Stücke sondern auch Kragen, Hauben, Brautschleider und Tisch - und Bettwäsche ausgestellt. Besonders aber, werden die Geräte dem Klöppelkenner faszinieren: Klöppelkissen mit alten Klöppeln, echtes, belgisches Flachsgarn, breite Musterbriefe aus Pergament u.s.w. Ein schönes Stück jener Spitze, die Nordschleswigsche Frauen der Königen Alexandrine im Wieder -
Vereinigungsjahr schenkten, ist auch ausgestellt. Diese Spitze zierte später das Brautkleid der Königen Margrethe.



Gaaseurten.